Wissensdatenbank / Landschaftsplan (LP)
Überblick: Landschaftsplan im XPlanung-Standard
Der Landschaftsplan (LP) hält die Ziele und Maßnahmen von Naturschutz und Landschaftspflege für ein Gemeindegebiet fest. Dieser Überblick erklärt das XPlanung-Fachschema LP, seine Rolle neben der Bauleitplanung und seine Bedeutung in XPLANUNG24. Er ist der ideale Einstieg in die Kategorie und verweist auf alle vertiefenden Themen.
Worum geht es?
Ein Landschaftsplan ist ein Fachplan des Naturschutzes. Er beschreibt, wie es um Natur und Landschaft in einem Gebiet steht, welche Ziele für ihren Schutz, ihre Pflege und ihre Entwicklung gelten und mit welchen Maßnahmen diese Ziele erreicht werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel Aussagen zu Arten und Lebensräumen, Boden, Wasser, Klima und dem Landschaftsbild, aber auch zur Erholung der Menschen.
Rechtsgrundlage ist das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), das die Länder in eigenen Naturschutzgesetzen ausgestalten. Deshalb unterscheiden sich Bezeichnung, Verbindlichkeit und Verfahren von Land zu Land. Im XPlanung-Standard ist dafür das Fachschema LP vorgesehen.
Landschaftsplan und Landschaftsrahmenplan
Das Naturschutzrecht kennt Pläne auf mehreren Ebenen. Der Landschaftsrahmenplan gilt für größere Räume, etwa einen Landkreis oder eine Planungsregion, und bleibt entsprechend grob. Der Landschaftsplan gilt für das Gebiet einer Gemeinde und ist detaillierter. Auf der untersten Ebene gibt es in manchen Ländern noch den Grünordnungsplan für Teile des Gemeindegebiets, meist im Zusammenhang mit einem Bebauungsplan.
Das Fachschema LP ist als Kernmodell angelegt, das für solche landschaftsplanerischen Inhalte genutzt werden kann.
Verhältnis zur Bauleitplanung
Landschaftspläne sind nicht dasselbe wie Flächennutzungs- oder Bebauungspläne. Sie sind jedoch eng verknüpft: Die Inhalte eines Landschaftsplans sollen nach dem Naturschutzrecht in die Bauleitplanung einfließen, soweit sie dafür geeignet sind und die Länder nichts anderes bestimmen. So werden Naturschutzbelange bereits in der Planung berücksichtigt und nicht erst im Genehmigungsverfahren.
Wofür wird das gebraucht?
Ein digitaler, einheitlich strukturierter Landschaftsplan lässt sich mit Bauleitplänen überlagern und schnell auswerten. Planer sehen, wo Konflikte mit Naturschutzzielen entstehen können, und Behörden können Plandaten leichter austauschen.
Was bedeutet das in XPLANUNG24?
Sie reichen Ihren Plan als XPlanGML-Datei ein, also als standardisierte XML-Datei, die Geometrien und Sachdaten gemeinsam enthält. Landschaftspläne können als XPlanGML-Datei nach dem Schema LP übermittelt werden. Maßgeblich ist, was die Datei an Plan, Bereichen und Objekten enthält.
Die Datei wird beim Hochladen auf Struktur und Inhalt geprüft. Danach können die Objekte in einer Karte angezeigt und für Veröffentlichung oder Auswertung genutzt werden. Welche Funktionen Ihnen konkret zur Verfügung stehen, entnehmen Sie bitte der Produktdokumentation.
Für das Fachschema LP stellt der XPlanung-Standard nach Angabe der XLeitstelle nur ein Kernmodell bereit. Fachliche Detailobjekte sind daher kein fester Bestandteil; einzelne Inhalte werden über das Kernmodell und Textabschnitte abgebildet. Prüfen Sie Details in der aktuellen Dokumentation.
Verwandte Themen
- Kernmodell LP: Plan, Bereich, Objekt und TextabschnittDie Grundstruktur des Fachschemas LP: Plan, Bereiche, Fachobjekte und Textabschnitte als Rahmen für landschaftsplanerische Inhalte.
- Inhalte des Landschaftsplans: Bestand, Ziele und MaßnahmenWelche fachlichen Inhalte ein Landschaftsplan typischerweise behandelt: Zustand von Natur und Landschaft, Ziele, Maßnahmen und Erholung.