Wissensdatenbank / XTrasse, XBreitband und XTiefbau
Anwendungsfall Raumverträglichkeitsprüfung
In der Raumverträglichkeitsprüfung wird geprüft, ob ein Großvorhaben, etwa eine Leitung, mit den Zielen der Raumordnung vereinbar ist. XTrasse beschreibt dafür Korridore, Abschnitte, Varianten, den Antragskorridor und Raumwiderstände als Geodaten. Der Beitrag erklärt die Begriffe verständlich. Dazu gibt es anschauliche Beispiele.
Worum geht es?
Bevor eine große Leitung gebaut wird, muss geklärt werden, wo sie überhaupt verlaufen kann. Die Raumverträglichkeitsprüfung untersucht, ob das Vorhaben zu den Zielen der Raumordnung passt und wo es Konflikte mit anderen Nutzungen gibt. Dabei wird nicht sofort eine exakte Linie festgelegt, sondern zunächst ein Suchraum.
Welche Begriffe kommen vor?
XTrasse bildet die typischen Elemente der Prüfung ab:
- Korridor: ein breiter Streifen, in dem die Leitung verlaufen könnte.
- Abschnitte: Teilstücke des Korridors, die einzeln betrachtet werden.
- Varianten: alternative Korridorverläufe, die verglichen werden.
- Antragskorridor: der Korridor, der schließlich beantragt wird.
- Raumwiderstände: Gebiete oder Objekte, die dem Vorhaben entgegenstehen, etwa Siedlungen oder Schutzgebiete.
Was lässt sich damit abbilden?
Für eine neue Stromleitung werden drei Varianten untersucht. Jede besteht aus mehreren Abschnitten. Über Raumwiderstände zeigt die Karte, wo es eng wird, etwa an einem Naturschutzgebiet. Am Ende wird eine Variante zum Antragskorridor erklärt.
Wofür wird es gebraucht?
Mit strukturierten Daten lassen sich Varianten nachvollziehbar vergleichen, Beteiligte können digital Stellung nehmen und Ergebnisse bleiben dokumentiert.
Was bedeutet das in XPLANUNG24?
Dieser Beitrag ist Hintergrundwissen: XPLANUNG24 ist die Plattform für XPlanung-Pläne. XTrasse ist ein eigener Standard, der technisch auf dem XPlanung-Datenmodell aufbaut und hier erklärt wird, damit Sie die Zusammenhänge einordnen können.
Verwandt ist das mit der Raumordnung in XPlanung, das ebenfalls Pläne der Raumordnung abbildet. Die konkreten Datenstrukturen sind jedoch eigenständig.
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