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RP_Siedlungsstruktur: Zentrale Orte, Achsen, Raumkategorien
Das Paket RP_Siedlungsstruktur bildet ab, wie sich Siedlungen in einer Region entwickeln sollen: Zentrale Orte, Entwicklungsachsen, Raumkategorien, Wohn-, Gewerbe- und Einzelhandelsflächen. Der Beitrag erklärt die Objektarten einfach, nennt Beispiele und beschreibt die Nutzung dieser Daten in XPLANUNG24.
Worum geht es?
Ein Kernthema der Raumordnung ist die Frage, wo gewohnt, gearbeitet und eingekauft werden soll. Das Paket RP_Siedlungsstruktur enthält die Objektarten, mit denen Regional- und Landesplanung diese Siedlungsstruktur festlegen. Es geht nicht um einzelne Grundstücke, sondern um das große Gefüge: Welche Orte sind Versorgungsschwerpunkte, wo konzentriert sich die Entwicklung, welche Räume sind verdichtet oder ländlich?
Welche Inhalte hat dieses Paket?
Die wichtigsten Objektarten:
- RP_ZentralerOrt: Zentrale Orte versorgen ihre Einwohner und das Umland mit Gütern, Diensten und Arbeitsplätzen. Das System ist hierarchisch gegliedert, zum Beispiel in Ober-, Mittel- und Grundzentren.
- RP_Achse: Siedlungs- und Entwicklungsachsen bündeln Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur und verbinden eine dichte Folge von Siedlungsschwerpunkten.
- RP_Raumkategorie: abgegrenzte Gebiete mit vergleichbaren Strukturen und gleichartigen Zielen der Raumordnung, etwa Verdichtungsraum oder ländlicher Raum.
- RP_Siedlung und die Spezialisierungen RP_WohnenSiedlung, RP_IndustrieGewerbe und RP_Einzelhandel: Festlegungen zu Wohn-, Gewerbe- und Handelsfunktionen.
- RP_SonstigerSiedlungsbereich: Siedlungsbereiche, die in keine andere Klasse passen.
- RP_Funktionszuweisung: besondere Funktionen von Gebieten oder Gemeinden.
- RP_Sperrgebiet: Areale, die für die Zivilbevölkerung nicht oder zeitweise nicht zugänglich sind.
Was lässt sich damit darstellen?
Ein Regionalplan markiert eine Kreisstadt als Mittelzentrum (Punktobjekt), zeichnet eine Entwicklungsachse entlang der Bahnstrecke zur nächsten Großstadt (Linienobjekt) und grenzt den Verdichtungsraum um die Stadt als Raumkategorie ab (Fläche). Zusätzlich wird eine Fläche für großflächigen Einzelhandel als Standort festgelegt.
Wofür wird dieses Paket gebraucht?
Die Siedlungsstruktur bestimmt, wo Gemeinden bauen dürfen und wo Infrastruktur gebündelt wird. Bauleitplanung muss sich an den Zielen der Raumordnung orientieren. Kommunen prüfen deshalb, ob ihr Vorhaben mit Zentralen Orten, Achsen oder Raumkategorien vereinbar ist. Digitale Daten machen diese Prüfung leichter.
Was bedeutet das in XPLANUNG24?
In XPlanGML-Dateien erscheinen diese Festlegungen als Objekte mit Geometrie, Rechtscharakter und Gebietstyp. Die Plattform liest sie ein, prüft Pflichtangaben und zeigt sie in der Karte an. Besonders bei Raumkategorien und Zentralen Orten helfen die Wertelisten des Standards, Bezeichnungen einheitlich zu halten, damit Pläne verschiedener Regionen vergleichbar werden.
Häufige Stolperfallen
Achsen sind Linien, Zentrale Orte meist Punkte oder Flächen: Prüfen Sie, dass die Geometrieart zum Objekt passt. Viele Länder verwenden eigene Bezeichnungen für Zentralitätsstufen; wählen Sie dann den passenden Listenwert oder „Sonstiges“ mit erläuterndem Text, statt eine Stufe falsch zuzuordnen.
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